Las Vegas


Oase mitten in der Wüste


Im September 2017 buchten wir uns einen einwöchigen günstigen Las Vegas-Urlaub. Ausnahmsweise flogen wir mal mit dem Flugzeug auf die andere Seite des Kontinents. 


 Schon während des Fluges hatten wir mega Glück mit unserer Flugbegleiterin. Wir bestellten Frühstück und schwupps kamen wir mit der Stewardess ins Gespräch und erzählten, dass wir unseren Hochzeitstag in Vegas feiern wollen und sie erzählte uns einige Geheimtipps, was wir unbedingt unternehmen sollten und noch vieles mehr. Mein Mann liebt das Fliegen und wäre selber gerne Pilot und so kam er auf die Idee einfach einmal nachzufragen ob wir nicht das Cockpit mal sehen dürften. Sie arrangierte alles und sprach mit den Piloten und diese waren auch einverstanden. Kurz nach der Landung hatten wir also die Möglichkeit uns in das Cockpit zu setzen und mit dem Piloten und Co-Piloten einen kurzen Plausch zu halten. So ging die Reise schon mal richtig gut los. Dann steigt man aus dem Flugzeug aus und sieht direkt die Einarmigen Banditen – Casino Spielomaten = Herzlich Willkommen in Vegas!!! 


Einmal Camaro fahren!


 

 

Für diesen Urlaub buchten wir uns einen Mietwagen – und was für einen! Männerherzen schlagen jetzt auf jeden Fall höher und einige Frauenherzen vielleicht auch. Ein Camaro SS Cabrio! - eine Höllenmaschine mit einem mächtigen Sound! Der Wagen hat wirklich Spaß gemacht aber einen Kofferraum hatte er jetzt nicht so wirklich. Wir mussten unsere Koffer auf die Rückbank legen. Naja reingepasst hat trotzdem alles. Mein Mann setzt sich rein und fährt los und driftet noch im Parkhaus versehentlich um die Ecke. Ich dachte mir nur na das wird ein Spaß!  


Zeitverschiebung innerhalb der USA 3 Stunden!


Unser Hotel, das Tuscany lag etwas außerhalb vom Strip aber genau das wollten wir auch so, so war es nachts schön ruhig. Das Hotelzimmer war schön und als wir an der Rezeption beim Einchecken erwähnten, das wir unser Hochzeitsjubiläum feiern, haben wir sogar noch ein Upgrade auf ein größeres Zimmer bekommen – da haben wir uns sehr drüber gefreut und hatten gar nicht mit so einen tollen Service gerechnet. Das Hotel hat einen Pool und auch ein Casino - so wie eigentlich jedes Hotel in Las Vegas. 

Obwohl es nur 3 Stunden Zeitverschiebung waren, haben die uns ganz schön zu schaffen gemacht. Morgens um 4 war die Nacht für uns vorbei und wir waren hellwach. Also haben wir uns gedacht, wenn wir sowieso nicht mehr schlafen können, dann fahren wir eben jetzt schon los und sind vor den ganzen Touristen an unseren Ausflugstageszielen. Dieser Plan ging auch eigentlich immer ziemlich gut auf! Abends waren wir dann natürlich immer platt und sind teilweise noch vor der Dunkelheit ins Bett gefallen.  


Las Vegas Sign - Welcome to the fabulous Las Vegas


 

Am ersten Tag fuhren wir natürlich als erstes zu dem ‚Las Vegas Sign‘,  „Welcome to the fabulous Las Vegas“. Es war nur eine andere Familie zu der Zeit dort wo wir da waren und die hat dann ein Foto von uns gemacht und wir von denen. Super praktisch! Normalerweise sind hier furchtbar lange Schlangen und man muss sich anstellen und warten. So war es natürlich viel angenehmer – morgens um 4 ist hier nichts los! Wir haben unsere Fotos gemacht und sind weiter gefahren. Die Sonnenaufgänge außerhalb der City sind wunderschön! Das muss man sich einfach ansehen! 


Red Rock


Nächstes Ziel war der ‚Red Rock‘ – es war ein krass roter Felsen vor einem noch größeren Felsen/Berg. Eine wirklich schöne Landschaft und toll zum Fotos machen. Der sowieso schon rote Felsen wurde noch zusätzlich vom Sonnenaufgang angestrahlt – so sah es doppelt schön aus! Dieser Ort lag ca. eine Stunde vom Zentrum Las Vegas entfernt. Man fuhr so durch die Wüste und auf einmal hört man Schüsse – ist ja erlaubt in den USA, wir sahen in einer Nebenstraße wie zwei Männer mit natürlich echten Schusswaffen auf Dosen schossen. Wenn man das nicht kennt oder gewohnt ist, ist es schon etwas komisch aber ich empfand die Situation nicht als angsteinflößend. Wir fuhren noch etwas in den Bergen herum, schossen ein paar Fotos von der Landschaft und kamen wieder zurück in unser Hotelzimmer. Bei 40 Grad Celsius und mit Jetlag ist auch so ein kurzer Ausflug echt anstrengend. Nach kurzem Mittagsschlaf versuchten wir unser Glück noch im Hoteleigenen Casino und ließen den Abend ausklingen.  


Death Valley - Caution! Extrem Heat Danger!


Am nächsten Tag fuhren wir wieder sehr früh in das Tal des Todes – Death Valley! Schon auf dem Weg dorthin, stehen Warnschilder ‚Caution! Extreme Heat Danger‘ – ‚Achtung! Extreme Hitze Gefahr‘. Dieses Fleckchen Erde hat sich seinen Namen wirklich verdient, da es hier so warm ist, dass man diesen Teil der Erde zu Fuß nicht durchqueren kann ohne einen Hitzschlag zu bekommen oder zu verdursten. Es war so warm, dass unser Auto es auch schwer hatte mit der Klimaanlage hinterher zu kommen. Bevor man in das Tal des Todes fährt, kommt man an einem kleinen Informationsstand vorbei an dem es kostenlose Karten des Parks gibt. Diese würde ich auch raten mitzunehmen, falls das Navigationsgerät ausfällt oder man eine Panne hat usw. Hier kann man sich nicht darauf verlassen, dass ein Parkranger vorbeischaut. Man ist Mitten im Nirgendwo! Kein Navi, kein Handyempfang – Nix! Also nehmt euch ausreichend Wasser mit! 


Zabriskie Point - Golden Canyon


 

Wir kamen an eine Stelle, an der es einen Parkplatz gab und einen Aussichtspunkt, zu dem man hochgehen musste. Lasst euch den Anblick nicht entgehen! Es lohnt sich! Man geht einen Anstieg hinauf und blickt auf eine wunderschöne Landschaft. Die Berge sind sandfarben, hell und dunkel und man kann sehr sehr weit sehen. Leider kann man sich hier nicht lange aufhalten, da die Sonne brennt und das Atmen nach dem Anstieg nicht gerade leicht fällt. Wieder unten beim Auto mit der angenehmen Klimaanlage angekommen haben wir erstmal jeder eine halbe Literflasche Wasser ausgetrunken. Weiter die Strecke entlang sah man in der Ferne eine richtige Sandwüste – wie in der Sahara!  


Visitor Center mitten in der Wüste!


 

 

 

Nach einer Weile kamen wir tatsächlich an ein Visitor Center. Hier konnte man sich auch noch einmal Karten kaufen/mitnehmen und Souvenirs und noch vieles mehr anschauen. Diese Visitor Center sind immer sehr informativ. An diesem Tag hatten wir 104 Grad Fahrenheit und befanden uns 58m unter dem Meeresspiegel - war so ausgeschildert!


Area 51


Da die Area 51nun auch nicht mehr weit war, war das unser nächstes Ziel. Hier so auf den Landstraßen zu fahren und meilenweit einfach nichts zu sehen außer Natur, Berge und Wüste – also eigentlich nichts, finde ich einfach toll. Und die Bilder sprechen eindeutig für sich! Teilweise kam uns kein Auto entgegen und wir waren einfach alleine auf der Straße meilenweit nichts und niemand zusehen. Auf solchen verlassenen Straßen kann man die besten Bilder machen! Ringsherum um die Area 51 sah man tatsächlich auch Fahrzeuge vor dem abgesperrten Bereich stehen. Das war schon sehr komisch, meilenweit keine Zivilisation und dann plötzlich in den Bergen auf den Anhebungen weiße Lieferwagen. Die eine Zone bewachen, die es ja angeblich nicht gibt.


Area 51 Alien Center


 

 

Was es aber wirklich gibt, ist das ‚Area 51 Alien Center‘! Von außen hui, leider von innen – naja. Es ist knall grün von außen und man sieht es schon von weit entfernt. Von Innen ist es irgendwie nur ein kleiner Shop mit ein paar wenigen Souvenirs und T-Shirts. Ich war leider sehr enttäuscht! Naja so war der Weg eben das Ziel! Nach dieser Enttäuschung fuhren wir wieder zurück ins Hotel.  


Behaltet die Augen auf der Straße!


 

Am nächsten Morgen waren wir wieder so früh wach. Los ging es um 5:30Uhr Richtung ‚Grand Canyon‘. Immerhin sind das ca. 3,5 Stunden Fahrtzeit. Die Strecke fand ich total aufregend – durch die Wüste und kleine Dörfer, die sehr verlassen aussahen. Auf einmal standen mitten aus dem nichts Rinder direkt vor uns auf der Straße. Hätte ich meinen Mann nicht zugerufen „Halt an, da sind Kühe auf der Straße“ wären wir wohl direkt durch eine durch gefahren. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Nach dem Schock waren wir erstmal wach und fuhren anschließend vorsichtiger durch die bergige/schluchtige Landschaft.  


Erstmal teuer Eintritt bezahlen!


 

Wir wollten zu dem berühmten ‚Skywalk‘. Das ist ein Glasgerüst auf dem man direkt in die tiefe Schlucht des Canyons gucken kann und quasi direkt unter den eigenen Füßen ist nur Glas und dann nichts weiter! Leider war uns nicht bewusst wie die Öffnungszeiten sind aber zum Glück waren wir nur 10 Minuten zu früh da. Wir haben uns die teuersten Eintrittskarten gekauft die es dort gab, da es hier Frühstück mit dazu gab und wir Bärenhunger hatten. Wir wurden abgeholt und mit dem Bus ging es erstmal zu einer alten Ranch. Hier stiegen wir aber nicht aus, denn deswegen sind wir hier nicht hergekommen.    


Grand Canyon!


 

 

 

Wir wollten ja zum Grand Canyon! Also blieben wir sitzen und fuhren zum ‚Eagle Point‘ des Grand Canyon. Wir stiegen aus dem Bus aus und WOW da war er, der Grand Canyon!!! Das war das absolute Highlight. Ich war begeistert von diesem überwältigten Gefühl der Freiheit. Man konnte ganz nah an den Abgrund heran und hatte einfach eine traumhaft schöne Aussicht auf die Canyons. Es war toll! 


Skywalk - Eagle Point


Nachdem wir uns wieder eingekriegt hatten, gingen wir zu dem Gebäude mit dem Glasgerüst. Unsere Taschen wurden kontrolliert und uns abgenommen. Auf dem Glasboden durfte man noch nicht einmal sein Handy mitnehmen. Das fand ich ziemlich schlecht! Naja, ein Indianer der dort arbeitete, erzählte uns etwas über die Geschichte des Eagle Point’s und machte tolle Fotos von uns. Die Fotos sind wirklich toll geworden, da wir ganz alleine waren. Das ist das Gute wenn man früh aufsteht und vor allen anderen an den Sehenswürdigkeiten ist. Dieser Abschnitt des Canyons heißt übrigens Eagle Point – Adler Punkt, weil hier ein Teil des Canyons aussieht wie ein Adler der seine Flügel ausstreckt. Es war wirklich atemberaubend dort zu stehen und sich anzusehen zu was die Natur im Stande ist. Natürlich mussten wir für die Fotos, die von uns gemacht wurden auf dem Skywalk extra bezahlen! Und die waren wirklich nicht billig! Danach freuten wir uns auf das Frühstück – leider gab es das aus einem Foodtruck; ein Mini-Sandwich mit Apfel, einem Jogurt und einem Getränk seiner Wahl – Kaffee, Orangensaft usw. Für uns war diese Mahlzeit wirklich nicht ausreichend. Schade so viel Geld dafür nehmen und dann bekommt man nur eine Busfahrt und ein Kinder-Frühstück. Das war echt Schade aber die Aussicht war einmalig.


Teuer aber dennoch lohnt sich der Ausblick!


 

Danach ging die Busfahrt noch an einen anderen Punkt. Und hier war es eigentlich noch viel schöner als am ersten Punkt. Auf jeden Fall sollte man sich aber ausreichend Wasser einpacken! Es ist sehr heiß! Von der Bushaltestelle kann man bestimmt 1-2km weit an dem Abgrund entlang spazieren gehen. Macht das auf jeden Fall!! Es ist so so schön. Die Musterungen, die der Colorado-River in den Boden gefräst hat sind unbeschreiblich. Das muss man einmal im Leben mit den eigenen Augen sehen. Hier steht noch ein altes Stahlgerüst aus alten Zeiten. Ich weiß leider nicht wofür es benutzt wurde. Es wird auf jeden Fall jetzt nicht mehr genutzt, ist aber ein gar nicht so hässliches Fotomotiv. Ein kleines Lüftlein weht, sieht man herab schaut man direkt auf den Colorado-River,- der an dieser Stelle oder vielleicht auch nur an diesem Tag, nur noch eine braune Schlammmasse ist, aber trotzdem seinen Charme hat und sieht man hoch, schaut man auf den strahlend blauen Himmel und die eigentlich glatte Fläche, wenn da nicht die Schlucht wäre die direkt vor einem hunderte Meter weit hinunter führt. Ein toller Moment und ein tolles Gefühl! Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen! Wir konnten uns kaum trennen von dieser Schönheit, hatten aber noch ein weiteres Ziel für diesen Tag auf unserer Liste.  


Hoover-Damm


 

Inzwischen ist es Mittag geworden und die Sonne steht am höchsten Punkt. Jetzt sollte man eigentlich nicht aus dem Auto steigen und sich Sehenswürdigkeiten anschauen. Ich glaube wir hatten um die 45 Grad Celcius, strahlend blauen Himmel und windstille. Trotzdem fuhren wir zum Hoover-Damm, denn wer weiß ob wir hier jemals wieder herkommen würden! Wie gesagt es war bereits um die Mittagszeit und die ganzen Touristen waren jetzt auch unterwegs. Es waren so viele Menschen und Autos hier aber wir fanden doch noch einen Parkplatz in dem Parkhaus. Wir stiegen aus dem Auto und mussten Treppen runter laufen um zu dem Hoover-Damm zu gelangen. 


Verdammt warm am Hoover-Damm!


 

 

 

Puh dieser eigentlich ziemlich kurze Fußweg hat uns einiges abverlangt. Diese Hitze war einfach unerträglich! Die Aussicht war dafür grandios. Der Damm war wirklich monströs und riesengroß. Ein mächtiges Bauwerk. Leider war nicht mehr allzu viel Wasser da. Aber einmal hier gewesen zu sein, das war die Anstrengung echt wert! Wir gingen einmal über die Brücke, machten unsere Fotos und bestaunten den großen Damm. Es gab auch einen Shop, der natürlich überfüllt war – da Klimaanlage! Wieder im Auto waren wir froh, dass wir genug Wasser mithatten und fuhren zurück zum Hotel. 


Valley of Fire


Der Vorletzte Tag begann wieder sehr früh und wir machten uns auf den Weg zur Valley of Fire. Sie ist mein persönlicher Geheimtipp – irgendwie gar nicht so bekannt wie die anderen Sehenswürdigkeiten die wir uns bisher angeschaut hatten! Diese Wüste ist so ca. eine Stunde von Las Vegas entfernt. Der Großteil dieser Strecke bestand wieder nur aus meilenweiter Sicht auf eine sandfarbene Landschaft. Angekommen in dem Tal des Feuers, erhält man am Eingangshäuschen eine Karte und bezahlt pro Auto Eintritt. Es gibt mehrere Aussichtsparkplätze und sogar Campingplätze. An den Parkplätzen gibt es auch immer etwas Besonderes zu sehen – also besonders schöne Felsformationen. Die meisten Felsen oder Berge sind noch roter als der ‚Red Rock‘.


Unbedingt auch die Gegend um Las Vegas herum anschauen!


 Es lohnt sich wirklich hier mal herzukommen und sich diese Felsen anzusehen! Man kann sich gar nicht vorstellen was die Natur so alles drauf hat – was sie für außergewöhnliche Farben im Repertoire hat und was für unbeschreibliche Gebilde sie formen kann. Wir fuhren meilenweit durch den Park und die Aussicht veränderte sich, nach jeder Kurve wurde sie wieder ein Stückchen schöner! Irgendwann kamen wir zum Visitor Center, das aber leider nicht jeden Tag geöffnet hat – so auch an diesem Tag leider nicht. Es macht wirklich total viel Spaß mit einem Sportwagen diese sehr kurvige ‚Auf und Ab‘ Strecke zu fahren! Irgendwann wurde unser Wasser knapp, deshalb entschieden wir hier nicht wandern zu gehen und bald den Rückweg anzutreten. 


Casino, Casino, Casino! - Der Las Vegas Strip


 

 

 

Der nächste Tag bestand aus einer Tour von Hotel zu Hotel. Ihr könnt in dieser Stadt ganz einfach von einem Hotel ins nächste gehen – bzw. von Casino zu Casino. So ist es wohl nicht üblich in Deutschland. Teilweise waren die Hotelcasinos miteinander verbunden, sodass man manchmal gar nicht bemerkt hat, dass man gerade aus dem einen Hotel in ein anderes gegangen ist. Und doch sieht jedes Casino anders aus und hat seinen ganz eigenen Charme, von außen wie von innen. Jedes Casino hat sein eigenes Highlight: Das Paris hat einen nachgebauten aber etwas kleineren Eifelturm auf dem man auch mit dem Fahrstuhl und gegen Eintritt auf eine Aussichtsplattform hochfahren kann und eine typisch französische Einkaufs-/Restaurantstraße im Hotel.

 


 

 

Das Flamingo ist nicht nur sehr pink, nein es hat tatsächlich auch echte Flamingos in dem Hoteleigenen Garten stehen! Echte Tiere! Das Hotel New York New York hat die Skyline von New York City nachgebaut und vermietet die Türme als Hotelzimmer und weil das nicht reicht, gibt es eine Achterbahn die um das Hotel und natürlich auch mitten durch das Hotel führt! Das Cesears Palace sieht sehr prachtvoll und mächtig aus – ist ja auch eins der extrem teuren Hotels, man fühlt sich wie im alten Rom.


 

 

Das Venetian hat einen Fluss und auch eine Einkaufsstraße im Hotel. Ja, ihr habt richtig gelesen, da führt ein Fluss durch das Hotel und auf diesem Fluss kann man Gondel fahren – wie in Venedig/Italien! Das ist unglaublich! Es fühlt sich an als wäre es mitten am Tag auch wenn es mitten in der Nacht ist, da die Decke in diesen Hotels aussieht wie ein blauer, leicht bewölkter Himmel. Man hat das Gefühl man ist eigentlich draußen. Das ist total skurril – fördert bestimmt die Ausgaben der Touristen!



Das Bellagio hat natürlich – wie aus dem Film Hangovers bekannt, die Fontainen vor dem Hotel, die alle halbe Stunde passend zur Musik tanzen! Ist auf jeden Fall sehenswert! Das Cosmopolitan ist besonders für Frauen, denn es hat einen riesigen Kronleuchter in der Mitte des Hotels und dieser wird rosa-pink angestrahlt und er funkelt so schön! Das Luxor ist eine schwarze Pyramide, leider haben wir es nicht geschafft hier rein zugehen aber es soll sich auch lohnen dort mal einen Blick rein zu wagen. Das Circus Circus ist aufebaut, wie ein großes Zirkuszelt.

 

 

 

Das Excalibur sieht aus wie ein Märchenschloss. Es gibt noch unzählige weitere Hotels, ich habe nur die aufgezählt die noch zusätzliche Aktivitäten boten oder die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Da wir fast alle Hotels zu Fuß abgeklappert sind, war das ein ganz schön langer aber sehr interessanter und reizüberflutender Spaziergang, der den ganzen Tag gefüllt hat. 


Das Stratosphere liegt etwas außerhalb hat dafür sehr weit oben eine Aussichtsplattform, von der aus man über ganz Las Vegas sehen kann. Zusätzlich kann man hier wenn man ein bisschen lebensmüde ist, auf Fahrgeschäften fahren – auf der Aussichtsplattform! Oder auch einfach Springen, so wie Bungeejumping. Total crazy! Das ist mir eine Nummer zu krass! Respekt an jeden der sich das traut! 3 verschiedene Fahrgeschäfte, das erste bestand nur aus einem ‚Arm‘ der über das Geländer der Aussichtsplattform hinausragt, auf diesem Arm ist eine Gondel, die dann ca. 10 Meter über das Geländer hinausfährt und dann ruckartig stoppt, dann wieder zurückfährt und wieder vor und stoppt. Das Ganze spielt sich ca. 10 Mal ab und dann ist die ‚Fahrt‘ vorbei. Gruselig, wenn ich mir vorstelle die Bremse funktioniert nicht richtig, dann fliegt die ganze Gondel mit den ca. 8 Passagieren von der Plattform und knallt auf den Boden. 


 

Das zweite Fahrgeschäft bestand aus mehreren 2Personengondeln, die im Kreis an einem ‚Arm‘ befestigt waren. Dieser Arm, so ähnlich wie beim ‚Breakdancer‘ fuhr nachdem alle Passagiere eingestiegen waren auch von der Plattform weg und die Menschen hingen quasi in der Luft und unter ihnen war nur der Abgrund. Sie wurden gedreht und immer schneller und ich glaube auch hier war die Fahrtzeit nicht allzu lange. Das letzte und 3. Fahrgeschäft ist kein richtiges Fahrgeschäft, mehr eine Attraktion. Bungeejumping und zwar so weit hinunter, dass der Springer den Boden berührte! Also für uns alle war das eine Nummer zu krass! Wir waren auf keines dieser Fahrgeschäfte, zuzuschauen war Nervenkitzel genug. 


Die Abendshows sind unglaublich! - Cirque de Soleil


Außerdem hatten wir an diesem Abend eine Show gebucht, die wir nicht verpassen wollten! Cirque de Soleil kann ich jedem nur ans Herz legen, der sich etwas für Artisten interessiert! Ich fand die Show einfach klasse! Es gibt ja verschiedene Show’s von Cirque de Soleil, unsere hieß ‚Mystere‘ und war teilweise etwas verstörend aber super lustig und trotzdem etwas mystisch. Ein Teil der Show sah etwas unsicher aus und ich denke mal dieser Teil gehört noch nicht allzu lange zur Show dazu. Also ein relativ neuer Stunt mit einer Wippe. Einer der Artisten stürzte und für eine Milisekunde war man sich nicht sicher ob der Sturz gespielt war oder wirklich ein Unfall war. Nach einigen Sekunden war klar – es war ein Unfall! Ohje der arme Artist, er fiel bestimmt aus 3m Höhe und kam mit dem Fuß falsch auf. Das Geräusch des Aufpralls habe ich heute noch im Ohr. Die Show wurde unterbrochen und der Artist wurde mit einem Rollstuhl und verdienten Applaus von der Bühne gebracht. Und dann, naja wie heißt es so schön ‚the show must go on‘ also wurde die Wippe abgebaut und die Show ging mit anderen Bühnen-Accessoires weiter. Der Rest der Show lief wie am Schnürchen und war wirklich toll! Am Ende gab es noch eine Lautsprecherdurchsage wegen dem verletzten Artisten. Er wurde vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht, aber es ginge ihm den Umständen entsprechend gut. 


Viele Filme und Serien werden hier gedreht! - z.B. der Pawn Shop


 

Am nächsten Morgen packten wir unsere Koffer und checkten schon mal aus dem Hotel aus. Fast war der Urlaub vorbei! Wir hatten unsere Liste gut abgearbeitet aber eins fehlte noch. Der Pawn Shop– das Pfandleihhaus aus dem Fernsehen auf dem Sender ‚TLC‘. Hier wird ja tatsächlich die Serie gedreht, nur nicht an diesem Tag an dem wir da waren. Der Shop ist auch gar nicht so groß wie man ihn sich vorstellt, wenn man ihn nur aus dem Fernsehen kennt. Aber ein Darsteller war wirklich da! Er gab uns die Hand und man konnte ein Foto mit ihm machen. Wir machten ganz viele Fotos von außen, von innen und kauften unsere Souvenirs. Wie aufregend! Ich war noch nie an einem Set! 

 

 


Der alte Strip


 

 

Danach hatten wir immer noch Zeit bis unser Flieger ging. Also entschlossen wir uns dazu uns mal den alten Las Vegas Strip anzusehen. Hier strahlt und funkelt es nicht mehr so sehr wie es wohl mal der Fall war. Man hat das Gefühl die Zeit ist hier in den 80er Jahren stehen geblieben. Wir fuhren vorbei am ‚Golden Nugget‘ – das erste Hotelcasino in Vegas. Der Glanz ist verblasst.


Wedding Chapels - Hochzeitskapellen


 

 

Aber hier hinten, das habe ich bisher vermisst, sind die Hochzeitskapellen – Wedding Chapels. Eine süßer und romantischer als die andere! Doch auch hier wenn man etwas genauer hinschaut, ist auch hier der alte Glanz verblasst und die Kapellen sind in die Jahre gekommen und das sieht man ihnen auch an! Die eine ist rosa, die andere weiß und wieder eine andere bietet Elvis als Trauassistenten an, es gibt sogar eine ‚drive-in‘ Kapelle, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und so endete ein sehr aufregender und super cooler Urlaub mit der Fahrt zur Mietwagenstation und dann zum Flughafen.