Washington D.C.


Memorials und Monumente an jeder Ecke!


Wir leben ganz in der Nähe von Washington D.C. und kennen wahrscheinlich fast jede Ecke. Ich mag D.C. es ist nicht so eine ‚Wolkenkratzer-Stadt‘ wie New York City. Die meisten Häuser sind zwei bis dreistöckig und genau das macht den Charme der Stadt aus. Die Gebäude der Stadt repräsentieren natürlich ganz Amerika und sind deshalb auch so mächtig und aufwendig gebaut und verziert– genau das was ich so Liebe, wenn man Gebäude mit Leidenschaft erbaut! In dieser Stadt gibt es unglaublich viele Monuments und Memorials – also historische Gedenkstätten und Statuen. Bis heute habe ich es nicht geschafft alle anzuschauen. 


Das Weiße Haus


 

Die Sehenswürdigkeit Washingtons ist ganz klar das ‚Weiße Haus‘. Leider ist das was man davon sieht gar nicht so sehr groß wie man es sich immer vorstellt – das meiste ist eben unterirdisch. Es wird viel viel größer in den Filmen und im Fernseher dargestellt als es tatsächlich ist. Trotzdem hätte ich nie damit gerechnet einmal davor zu stehen – das war schon ein überwältigendes Gefühl. Darsteller, Künstler,Protestanten und ganz viele Touristen waren alle auf einem Fleck. Alles war abgesperrt und der ‚Secret Service‘ stand an jeder Ecke - stark bewaffnet. Und trotzdem brachten die bewaffneten Männer ein Gefühl der Sicherheit. Auch Scharfschützen lagen auf dem Dach des Weißen Hauses. 


Washington Monument


 

 

 

Der berühmte ‚Stift‘ oder auch ‚Obelisk‘, wie die Deutschen ihn nennen – das Washington Monument ist wirklich schön anzusehen und diesmal hat es den Erwartungen voll und ganz entsprochen. Es ist neben dem Weißen Haus wohl eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Es ist das Erste und das Letzte Monument das man sieht wenn man in die Stadt fährt und sie wieder verlässt! Erstaunlich hoch und in der Spitze sind sogar Fenster. Man kann, wenn man sich Monate zuvor ein Ticket reserviert, dort reingehen. Wir waren selber noch nicht drin aber ich stelle mir die Aussicht über Washington D.C., so weit oben, wahnsinnig toll vor! Um das Monument herum sind Amerikanische Flaggen im Kreis aufgestellt was den Anblick auf jeden Fall nochmal um einiges verschönert und wieder den Patriotismus der Amerikaner zeigt. Diesen riesigen Gedenkstein zu berühren soll übrigens Glück bringen – natürlich taten wir es, mal sehen wann das Glück zu uns kommt!


World War II Memorial


Auf dem Weg zum Lincoln Memorial kommt man noch an einem anderen Memorial vorbei. Hier wurden über 50 Steine erbaut und mit Toren getrennt in die Pazifikstaaten und die Atlantikstaaten, in der Mitte ist eine Art Wasserbecken mit Springbrunnen. In jedem Stein ist ein Staat oder einTeil Amerikas eingraviert. Zusätzlich gibt es eine Wand mit unglaublich vielen Sternen, jeder Stern steht für 100 im zweiten Weltkrieg gefallene amerikanische Soldaten. Diese Anzahl zu realisieren ist echt emotional. Steht man so vor dieser Wand kann man im Hintergrund das Lincoln Memorial sehen und wenn man sich einmal um die eigene Achse dreht, sieht man das Washington Monument. Worte können dieses schöne Andenken nicht gut beschreiben.   Es ist nicht ganz so bekannt wie andere Gedenkstätten in Washington D.C. aber ich finde das gehört unbedingt mit auf die Reiseführerliste!


Lincoln Memorial


 

Wir gingen neben dem Lincoln-Memorial-Reflecting-Pool, auf die Treppen des Säulengebäudes zu. Das Lincoln Memorial ist ein wirklich wahnsinnig großes, nach vorne offenes Gebäude mit unglaublich hohen Säulen und darin sitzt Abraham Lincoln auf einem Thron. So eine riesige Statue von einem Menschen habe ich noch nie zuvor gesehen. Die Gesichtskonturen wurden so fein säuberlich gezogen. Rechts und links an den Wänden in der Halle wurden die zwei bekanntesten Reden Lincolns in Stein gemeißelt. Es ist total beeindruckend in dieser Halle zu stehen und den Kopf heben zu müssen um in sein Gesicht blicken zu können. Er schaut von oben herab auf dich runter.


Aber glaubt mir dieser Fußmarsch ist nicht zu unterschätzen!


Man muss den ganzen Weg wieder zurückgehen am Reflecting Pool, vorbei am Washington Monument und dann kann man schon das Kapitol sehen. Also links das Lincoln Memorial dann der Reflecting Pool, das Washington Monument und nach der National Mall – die eigentlich nur eine große Rasenfläche ist, steht das Kapitol. 

Wenn man etwas durch den Park geht und nicht direkt am Wasser/Reflecting Pool, kann man noch einige andere Memorials und Monuments entdecken.


Korea Kriegs Memorial


 

 

Wenn man etwas durch den Park geht und nicht direkt am Wasser/Reflecting Pool, kann man noch einige andere Memorials und Monuments entdecken. Unter anderem wurde hier ein Andenken an den Korea Krieg errichtet. Es besteht aus Statuen von Soldaten die einen etwas bewachsenen Weg entlang, zu einer kleinen Wasserstellegehen. Rechts sieht man eine glänzende Mauer in der verschiedene Bilder von Soldaten und Kriegsfahrzeugen eingraviert wurde.


Martin Luther King Jr.


 

 

 

 

Zu Ehren Martin Luther King Jr. wurde eine Statue von ihm in den Park errichtet. Aus der Ferne laufen wir auf zwei große Steine zu, in der Mitte fehlt ein Stück das abseits steht und in diesem Stein auf der Rückseite Richtung Potomac River, sieht man Martin Luther King Jr. An den Steinen grenzt eine Mauer auf der bekannte Sprüche oder Teile seiner bekannten Rede eingraviert sind.


Das Kapitol


 

 

Das Kapitol ist auch wieder so ein schönes großes, mächtiges Gebäude mit Kuppel als Dach. Wir haben es bisher noch nicht geschafft eine Führung zu machen aber ich weiß, aus zuverlässiger Quelle, dass es in dem Gebäude eine Art Tunnel gibt, der zu einer beeindruckenden Bibliothek führt. Von Innen stelle ich mir die Kuppel auch wunderschön bemalt vor. Aber auch wenn man nur davor steht, vor einem der wohl mächtigsten Häuser der Welt – da hier der Kongress sitzt, macht es mächtig Eindruck.


Thomas Jefferson Memorial


 

Von unserem Parkplatz direkt am See – Tidal Basin heißt der, konnte man das Thomas Jefferson Memorial sehen. Näher waren wir bisher noch nicht dort. Die wahrscheinlich bekanntesten Bilder von diesem Kuppelgebäude sind wohl die mit den rosafarbenen Kirschblüten – auch ich habe ein solches Bild schießen können. Dieses Säulengebäude ist zu allen Seiten offen und in der Mitte steht eine große Statue von Thomas Jefferson der 3. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. An den wenigen Wänden in dem Memorial stehen auch, wie beim Lincoln Memorial, berühmte Reden von Jefferson.


Die nächsten Sehenswürdigkeiten liegen zu weit auseinander, sodass wir mit dem Auto dort Stops gemacht haben!


Militärfriedhof Arlington


Außer den Memorials und Monuments sollte man sich zusätzlich noch den Arlington Militärfriedhof anschauen. Es ist sehr emotional wenn man alle diese vielen Grabsteine ohne Namen sieht. Wir haben dort bei der Kranzaufnahme geholfen. Jedes Jahr werden Mitte Dezember an jeden Grabstein Blumenkränze gelegt. Erst nach Weihnachten werden diese Kränze dann wieder aufgenommen. Ich finde diese Tradition sehr vorbildlich und sehr lobenswert. Gerade wenn man selber dort ist. Ganz ganz viele freiwillige Amerikaner helfen und kommen extra in Reisebussen dafür angereist. Die Moral, was das Militär in diesem Land angeht ist eine ganz andere als in Deutschland. Hier werden die Soldaten geschätzt und bewundert und als Helden gefeiert wenn sie aus den Auslandseinsätzen wieder nach Hause kommen. Auch hier gibt es noch verschiedene Memorials und drei Präsidenten wurden auch auf dem Friedhof beerdigt. Sehr sehenswert aber eben ein sehr trauriger Ort, wenn man bedenkt, dass tausende Soldaten nicht zu ihren Familien nach Hause gebracht werden konnten, nicht nur weil sie im Krieg gefallen sind, sondern auch weil man sie nicht identifizieren konnte. 


National Harbor


 

 

Am Wasser ist es doch immer schön und so ist es auch am Hafen von Washington D.C. – National Harbor. Es gibt einen Steg – hier Pier genannt, auf dem Bootstouren angeboten werden und ein Riesenrad steht. Dieses wird abends immer in verschiedenen Farben beleuchtet, je nachdem welches Motto gerade ansteht oder welcher Feiertag bevorsteht. Wenn zum Beispiel amerikaweit die jährliche Aktion gegen/für Brustkrebs läuft, erstrahlt es pink, wenn St. Patricksday ist, erstrahlt es grün und wenn Independence Day – 4th of July ist, erstrahlt es in blau-weiß-rot. Vor dem Steg ist ein relativ großer freier Platz mit gigantischem Bildschirm, auf dem wichtige Spiele und Shows gezeigt werden, wie das Superbowl-Finale. Wenn man die Einkaufs-/Hotelstraße hochgeht, geht man an verschiedenen Figuren/Berühmtheiten vorbei. Wir haben ein Selfie mit Marilyn Monroe. Es gibt auch ganz süße Läden, beispielsweise einen Candyshop – Süßigkeitengeschäft oder auch eine Bäckerei/Konditorei. 


Georgetown


 Georgetown ist ein Teil Washingtons, viele kleine Geschäfte, kleine Häuser, ganz ähnlich wie die deutschen Innenstädte. Dieses Örtchen der Stadt sollte man nicht verpassen! Es ist wirklich ein ziemlich süßer Teil der großen Stadt. Haus an Haus, manche sind bunt angemalt und in jeder Nische gibt es neues zu entdecken. Man kann sich sicher vorstellen, dass es hier nicht billig ist. Die Restaurants sind sehr teuer aber eben auch sehr gut. Normalerweise gibt es diese Art von Einkaufsstraßen nicht in Amerika, daher ist es umso schöner gewesen und ich fühlte mich ein wenig heimisch so durch die Straßen zu schlendern und die Schaufenster zu betrachten. Die Parkplatzsituation ist natürlich nicht gut. 


China Town


 

 

 

Ein weiterer Teil D.C.‘s nennt sich Chinatown. Und genau wie es der Name sagt gibt es unzählige Chinesische Restaurants und Leuchtreklame wo man nur hinsieht. Es ist laut und chaotisch und es laufen ganz viele Menschen durcheinander. Wir beschlossen in einem chinesischen Restaurant etwas zu Essen und die Speisekarte war zum Teil in chinesischer Schrift. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis.