Roadtrip across the USA

Der Trip unseres Lebens!


Tag 14


Ein wunderschöner Morgen! Gestern Abend haben wir uns eine Reitstunde auf einer Ranch reserviert! Alle waren ganz aufgeregt und niemand hatte so richtig Erfahrung was das angeht. Die Ranch zu finden war auch schon eine kleine Herausforderung. Noch auf dem Weg bekamen wir einen Anruf vom Veranstalter mit einer Wegbeschreibung, da das Navigationsgerät den Weg nicht finden konnte! Angekommen, wurden wir schon erwartet. Bevor man uns aufs Pferd ließ, gab es erstmal eine Lehrstunde. Uns wurde genau erklärt wie man das Pferd lenkt und wann es geht und wie man es stoppt. Es war richtiges Westernreiten, nicht so wie man es aus Europa kennt, mit zwei Händen an den Zügeln, nein hier in Texas lenkt man das Pferd nur mit einer Hand damit die andere Hand frei ist um ein Lasso zu werfen. Nach ein paar Trockenübungen gingen wir raus zu den Pferden. 


Wo geht man richtig Western Reiten? - Richtig, in Texas!


 

 

Der Freund meines Mannes bekam ein Pferd namens 'Tono' und sollte als erster auf das Pferd steigen, was ihm auch gut geling. Er sollte das zuvor gelernte einmal vormachen. Das war schon ziemlich lustig weil das Pferd machte was es wollte und nicht so recht gehorchte. Danach bekam jeder ein Pferd zugeteilt. Meins hieß ‚Apatchi‘ und war sehr stur. Mein Mann sein Pferd hieß 'Dog' und es war das Führungspferd, es musste immer vorne laufen. Und meine Freundin bekam ein Pferd namens 'Whisky', ihr Pferd gehorchte ihr auch ganz gut. Dann ging es los, alle setzten sich in Bewegung und im Schritt-Tempo liefen die Pferde von ganz alleine. Nur lenken war nicht so leicht. Der Freund meines Mannes und sein Pferd sahen etwas lustlos bzw. schlapp aus – aber lustig, und die beiden waren auch die ganze Zeit die letzten. 


Canyons in Texas?


Wir hielten nach ca. 10 Minuten an einem Gitterzaun, dieser musste erst geöffnet werden um hindurch zugehen. Nach nochmal 5 Minuten hielten wir an einer Wasserstelle. Mein Mann gab mir sein Handy um ein Foto von ihm zu schießen. Die ganze Zeit hatte ich aber keine Möglichkeit ihm das Handy wieder zurück zu geben, da ich nicht wollte, dass mein Pferd durchdreht, da sie nicht zu nah nebeneinander hergehen sollten – Personal Space! Mein Mann war dann nur einen kurzen Moment hinter mir und da fängt sein Pferd plötzlich an zu ‚traben‘, an mir vorbei und mein Pferd war irgendwie der Meinung es muss mittraben – traben ist eine Gangart schneller beim Tempo der Pferde! Ich konnte mich aber nicht so recht festhalten, da in der einen Hand das Handy und in der anderen die Zügel. Das war echt abenteuerlich aber vom Pferd gefallen bin ich nicht. Am Wendepunkt sahen wir einen Canyon. Eine tiefe Schlucht in dem Garten der Ranch in Texas. Wow! Echt toll damit hatten wir nicht gerechnet! Das Reiten war ja schon ein Erlebnis aber dann auch noch mit so einer Aussicht belohnt zu werden, das war toll!


Tolle Ranch!


 Die zwei Pferdeflüsterer, die mit uns unterwegs waren und auf uns aufpassten, erzählten noch etwas zu der Geschichte des Canyons, deren Familie und der Pferde. Sehr interessant für mich, aber meinem Pferd war das wohl zu langweilig. Immer wenn es anhalten sollte, ging es einfach nach ein paar Minuten wieder weiter. Auf dem Rückweg gingen wir wieder an der Wasserstelle vorbei und die Pferde tranken wieder etwas, durch das Gatter durch und schon war die eine Stunde auch schon um und wir waren wieder heile auf sicherem Boden und keiner war verletzt worden. Zum Abschluss gab es noch ein Glas Wasser für uns und ein Abschiedsgeschenk, ein Lederschlüsselanhänger in Form von dem Staat Texas und Gravur der Ranch. Echt super! Ich kann sie nur weiterempfehlen!


4 Stunden Autofahrt bis Oklahoma City


Nach der Aufregung hieß es wieder ab ins Auto und scrapbooken! Wir schafften noch 4 Stunden zu fahren an diesem Tag. In Oklahoma-City schlugen wir wieder unsere Zelte auf. Auch hier ein ganz süßer Campingplatz, ein altes Ehepaar war Besitzer des Platzes. Die Toilettenhäuschen waren hier etwas anders als man es gewöhnt war! Es gab nur 8 aber dafür war jede Kabine ein eigenes kleines Badezimmer. Man hatte die totale Privatsphäre. Man öffnete die Tür und stand mitten in seinem eigenen Badezimmer – echt super! Hier durften wir auch wieder Lagerfeuer machen und haben endlich auch mal Marshmallows über das Feuer gehalten. So ließen wir auch den Abend ausklingen.