Roadtrip across the USA

Der Trip unseres Lebens!


Tag 16 - letzter Tag


In windes Eile haben wir am nächsten Morgen geduscht und die Sachen im Auto verstaut. Währenddessen, wurden wir natürlich weiter gestochen von den Mücken. Bei den Mädels hat es besonders die Beine erwischt und mein Mann hatte den kompletten Unterarm zerstochen, so schlimm, dass er richtig geschwollen und hart war. Zerstochen von oben bis unten, waren wir froh als wir wieder im Auto saßen und von diesem Campingplatz der Hölle wegfuhren. 


Beim lebendigem Leib wurden wir verspeist von den Mücken!


 

Wir wurden belohnt mit einem wunderschönen Sonnenaufgang als wir über die Brücke des Mississippi fuhren und den schönsten Blick auf die Skyline von Memphis. Die Wolken hingen auch noch sehr tief und es war einfach ein schöner Morgen! Von der Brücke aus sahen wir auch noch die Pyramide von Memphis, die früher mal eine große Veranstaltungshalle war und jetzt als Einzelhandelsgeschäft für Sport und Jagdware genutzt wird. Wären da nicht die Mücken, die als blinde Passagiere mit an Bord gekommen sind und uns jetzt auch noch im Auto stechen. Nach uns nach mussten wir sie alle töten bis endlich Ruhe war, vergingen bestimmt 2 Stunden! 


Lynchburg - Jack Daniel's Brauerei


Nach weiteren 2 Stunden Fahrt, mit scrapbooking und jucken der Mückenstiche, erreichten wir unser letztes Ziel unseres Roadtrips! Wir waren in Lynchburg, immer noch in Tennessee. Wir fuhren auf den Parkplatz der Jack Daniel’s Brauerei. Hier war alles ausgelegt auf Touristen. Ein Touristenführer sagte: „wenn Sie mit dem Bus direkt zur Brauerei fahren wollen dann warten Sie bitte hier“. Wir wollten uns aber auch die Kleinstadt an sich anschauen. Wir gingen also zu Fuß los und erkundeten die Stadt – eine der wenigen Kleinstädte, die man zu Fuß bequem ablaufen kann. Nur nicht das Wasser für unterwegs vergessen! Es war ziemlich warm an dem Tag. Wir liefen die süßen Gassen entlang und kamen an eine Art Marktplatz, ringsherum waren kleine Geschäfte und Souvenirläden. In diesen Souvenirläden gibt es einfach alles, T-Shirts, Jacken, Kappen, Dekorationsartikel wie z.B. Weihnachtskugeln und Wandbilder, Grills, ein Motorrad und natürlich auch Jack Daniel’s Fässer. 


Gefängnis - Museum


 

Wir gingen noch eine Weile hier herum und sahen ein altes Sherriffs-Haus. Dieses Haus wurde zu einem Museum umgebaut und wir dachten das könnte doch ganz interessant sein. Wir gingen rein und ein älterer Herr begrüßte uns und sagte die Führung würde gleich losgehen und wenn wir möchten könnten wir etwas spenden – das taten wir auch! Der ältere Herr führte uns herum und erzählte genüsslich was hier vor Jahrzenten so vor sich ging. Unter anderem zeigte er Bilder von Elvis Presley und Jonny Cash. Früher war es wohl so, dass der Sherriff die Verbrecher seiner Kleinstadt bei sich im Haus unterbrachte, bis sie vor Gericht geladen waren. 


früher war alles anders! Das Sherriffshaus war gleichzeitig das Gefängnis!


Dazu hatte er im unteren Bereich des Hauses zwei leicht gesicherte Zellen für die weiblichen Straftäter und im Obergeschoss einen Block aus Stahl der mehrere Tonnen wog, für zwei männliche Verbrecher. Dieser Block war doppelt und dreifach gesichert und der Stahl war aus dem gleichen Stahl aus dem Schiffe gebaut wurden! Er sagte aber auch, dass das gar nicht nötig gewesen wäre und etwas übertrieben war. Er zeigte uns noch einen alten Webstuhl und das Schlafzimmer des Sherriffs und damit war die Führung zu Ende.


Jack Daniel's Showroom


 

 

Ein paar Straßen weiter war dann der Showroom von Jack Daniel’s. Schön dekoriert und hier wurde man wohl auch nochmal zu den Führungen abgeholt, denn hier konnte man auch Tickets dafür kaufen. Außerdem gab es aber natürlich auch hier gebraute Jack Daniel’s Flaschen zu kaufen. Selbstverständlich nahmen wir uns auch eine Flasche mit. Und ganz viele Souvenirs! Am liebsten hätten wir uns auch ein Fass mitgenommen aber leider war das Auto zu voll dafür!


noch 10 Stunden bis nach Hause!


Glücklich, auch das letzte Ziel geschafft zu haben aber immer noch etwas genervt von den Mückenstichen, stiegen wir wieder ins Auto und gaben unsere Heimatadresse ins Navi ein. 10 Stunden lagen also noch vor uns und es war inzwischen schon ca. 13 Uhr. Wir beschlossen erst einmal los zufahren und unterwegs zu entscheiden ob wir die Strecke durchziehen bis nach Hause oder nochmal irgendwo anhalten um zu übernachte.

 

Ein bisschen scrapbooking und einige Pausen später, entschieden wir uns dafür durchzufahren, da niemand jetzt noch Geld für ein Hotel verschwenden wollte und Camping, nach der letzten Nacht – Nein danke! 


Vollsperrung auf den letzten Kilometern!


Irgendwann bemerkten wir, obwohl wir zügig unterwegs waren, dass sich die Zeit auf dem Navi die wir noch nach Hause bräuchten immer länger wurde. Eine Vollsperrung – genau jetzt, genau auf unserer Strecke, auf der es keine Ausweichstrecke gab! So ein Mist und das obwohl wir nur noch 5 Stunden fahren mussten bis nach Hause! Wir hielten erstmal an und tankten nach. Auch wenn der Hunger sich in Grenzen hielt, gingen wir erstmal Essen, mit der Hoffnung, dass sich der Stau und die Vollsperrung in der Zeit auflösen würden. Ganz ging der Plan nicht auf aber die Zeit wurde wieder etwas kürzer also rollte es wohl wenigstens wieder. Wir fuhren einfach drauf los und das Navi fand dann doch noch eine Ausweichstrecke und direkt hinter dem Unfall fuhren wir wieder auf die Autobahn. Wir sahen, dass ein LKW auf der Seite lag und völlig ausgebrannt war. Das muss ein schlimmer Unfall gewesen sein. 


Ausweichmanöver wegen Waschbärfamilie!


So langsam wurden alle ein wenig müde und unser befreundetes Pärchen schlief hinten gemütlich ein. Ich saß vorne und hielt mich wach um mich mit meinem Mann zu unterhalten. Auf einmal bogen wir um eine Kurve und sahen eine Waschbärfamilie die Straße überqueren, genau auf unserer Spur. Mein Mann wich ihnen aus und ich schreite kurz auf und weckte damit die schlafenden Passagiere. Alle überlebten wir, die Waschbärfamilie und das Auto war auch noch Ganz! Aber das war vielleicht eine knappe Sache und das auf den letzten Metern, in einer Stunde waren wir Zuhause.


Es ist nachts um 3 und wir sind endlich Zuhause!


Endlich Zuhause angekommen, freuten sich alle auf das heimische Bett! Auspacken verschoben wir auf morgen. Aber ein Feierabendbierchen musste noch sein, nachts um 3Uhr.