Roadtrip across the USA

Der Trip unseres Lebens


Tag 7


Wow! Tag 7 und wir haben die Westküste schneller erreicht als wir geplant hatten. Wir liegen super im Zeitplan! Heute wollen wir nach San Francisco reinfahren. Nach der Rush-Hour so gegen 10 Uhr fuhren wir in die Stadt rein. Der Verkehr war einigermaßen in Ordnung aber leider spielte das Wetter wieder mal nicht mit. Diesmal konnte man vorab nicht auf die Skyline der Stadt schauen – vielleicht sind wir auch von der falschen Seite reingefahren.  


Nach nur 7 Tagen sind wir in San Francisco


Als erstes fuhren wir über die Golden Gate Bridge, die aber leider wegen Nebel nicht ganz zu sehen war! Es war trotzdem ein tolles Gefühl. Und jetzt immer den Schildern und dem Navi folgen zu den Aussichtsplätzen! Eine Stelle direkt am Wasser haben wir gefunden, noch bevor andere Touristen da waren. Wir waren ganz alleine, nur ein einheimisches Pärchen ging mit ihrem Hund hier am Strand spazieren. Von ihnen wussten wir, dass wir natürlich wieder an dem einzigen Tag der Woche mit schlechtem Wetter in San Francisco erwischt hatten. Naja es hatte irgendwie aber auch seinen Charme die Wolken in der Brücke hängen zu sehen. Aber frisch war es auch wieder. So um die 15 Grad Celsius. Aber auch hier muss ich sagen, im Film und Fernsehen sieht sie einfach viel größer bzw. länger aus als sie es in Wirklichkeit war. Vielleicht hatten wir auch einfach zu hohe Erwartungen. Naja wir gingen den Strand entlang und kletterten an den Bäumen vorbei um einen besseren Blick von der Golden Gate Bridge zu erhaschen. Hier konnte man gute Selfies und tolle Bilder von ihr machen. 


Golden Gate Bridge


Die ganze Länge war zu sehen nur eben die ganze Höhe nicht, wegen dem Nebel. Der Sand war kalt zwischen den Füßen und der Wind der durch unsere Haare wehte war auch frisch. Die Sonne kam noch nicht durch die Wolken/Nebel. Wir machten schnell ganz viele Fotos und dann saßen wir schon wieder im Auto. Schnell die Heizung an damit wir auftauen konnten. Danach fuhren wir noch zufällig an einen weiteren Aussichtsplatz vorbei an dem wir auch anhielten. Von hier sah man die Brücke frontal. Die Bilder sind auch toll geworden. Auch wenn sie nur halb zu sehen war.


Die Gefängnisinsel Alcatraz


Die nächste Sehenswürdigkeit der Stadt war ‚Alcatraz‘ – die Gefängnisinsel. Von Land aus konnte man die Insel sehen. Man hätte sogar eine Tour buchen können. Aber leider nicht so spontan – man sollte schon Wochen vorher reservieren. Aus der Ferne konnte man natürlich nicht so viele Einzelheiten erkennen. Auch der Nebel versperrte etwas die Sicht. Aber die Vorstellung, wenn man dort ausbricht und dann erstmal ins kalte Wasser springen muss und keine Ahnung wie weit die Insel von der Küste entfernt ist aber den Weg muss man dann erstmal schwimmen. Das ist echt unmöglich – aber wo ein Wille da ein Weg, es gibt ja Geschichten, da schafft es jemand! Es war sehr interessant die Gefängnisinsel, in der ja jetzt keine Insassen mehr sitzen ‚live‘ zu sehen.


typische Straßenbahn - Cable Bahn


Anschließend gaben wir ins Navi die Haltestelle der Cable-Bahn ein. Irgendwie kamen wir aber in eine Gegend die nicht sehr vertrauenerweckend aussah. Da wir ja aber unbedingt mit dieser typischen Straßenbahn fahren wollten, hieß es Augen zu und durch! Wir fuhren in eine Art Parkhaus, wir sollten dem Parkwächter unseren Autoschlüssel geben und der würde unser Auto dann parken. Ich schenke ihm nicht viel Vertrauen aber wir hatten ja keine Wahl. Wir ließen also unser Auto in seinen Händen und bekamen nur einen Zettel/Quittung um unseren Wagen wieder abzuholen. Diese Art von Parkhäusern ist zwar ganz normal in den USA aber wenn der Parkwächter nicht sehr gepflegt aussieht und naja ich denke ihr wisst was ich meine. Wir stiegen also aus dem Auto aus und gingen die Straße runter zu der Cable-Bahn.


zu Fuß durch das Ghetto


 Der Gestank in dieser Gegend war einfach nur widerlich. Es roch nach Marihuana und Fäkalien. Der Gehweg klebte und überall standen obdachlose Menschen herum. Wir hatten wirklich etwas Angst, dass wir ausgeraubt werden könnten. Dann wäre unser Auto weg, mit allem was darin war, unsere Campingausrüstung, die Grills, unsere Kleidung – und all das was nicht im Auto war, trugen wir bei uns, die Handys und die Kamera sowie die Kreditkarten. Wir hätten dort gestanden ohne Pässe ohne alles – quasi komplett nackt. Diese Gedanken kreisten in meinem Kopf. Zügig erreichten wir die Haltestelle der Cable-Bahn. Nachdem wir aber die Schlange an Menschen gesehen hatten, haben wir es uns ganz schnell anders überlegt und uns reichte ein Foto. Letztendlich war es auch nur eine Straßenbahn, die etwas anders aussah. Also alles ganz toll und jetzt nur schnell wieder zum Wagen zurück. Wir gingen nicht die gleiche Straße zurück, die wir hin-gelaufen waren. Aus taktischen Gründen! Uns war nichts passiert und der Wagen war auch noch da – samt Inhalt! Es roch nur nach Marihuana im Auto aber damit konnten wir leben. Hauptsache alle Sachen waren noch da und uns ging es auch gut! Und jetzt schnell raus aus der Stadt! 


steil bergauf durch die Engen Gassen der Stadt


Nachdem Erlebnis hab ich keinen Drang noch einmal in diese Stadt zu fahren, obwohl sich das Ganze innerhalb von ca. 2 Stunden abspielte. Es war dreckig und es Stank und es war gefährlich. Es gibt wohl ein paar Ecken die sollen ganz nett sein aber eine Straße weiter sieht es wieder genauso aus. Auf dem Weg aus der Stadt raus, kam uns noch eine Cable-Bahn entgegen, so sahen wir sie auch mal fahrend. Wir bogen um die Ecke und plötzlich ging es sehr steil bergauf – zum Glück hatten wir einen 4*4, also Allradantrieb und konnten den Berg so problemlos hochfahren. Die Straße zum Beispiel sah dann wieder ganz nett aus mit ihren kleinen Häusern und engen Gassen. Aber wir hatten alle genug von der Stadt.


Los Angeles soll noch schlimmer sein - wir streichten diesen Punkt von unserer Liste!


 

 

 

Wir suchten uns einen Campingplatz so nah wie möglich an unserem nächsten Zielort. 6 Stunden mussten wir an diesem Tag fahren bis zum Schlafplatz. Aber da wir ja früh aus der Stadt raus waren, kamen wir auch schon nachmittags an. Zuvor waren wir noch in dem einzigen Supermarkt der Gegend einkaufen. Essen ist immer wichtig! Grade wenn man zeltet. Inzwischen sind wir soweit von der Küste weg, dass es hier 39 Grad Celsius sind. Sehr, sehr warm kann ich nur sagen! Der Weg zu dem Campingplatz war auch etwas abenteuerlich. Wir fuhren direkt an einem reißenden Fluss vorbei und hatten sogar die Möglichkeit kurz anzuhalten um Bilder zu machen. 


Abenteuerfahrt durch die Berge


Weiter auf der kurvigen engen Straße ging es rauf und runter in eine Rechtskurve und dann wieder in eine Linkskurve, fast wie Achterbahn-fahren. Nur gefährlicher, weil rechts neben der Straße die Felsbrocken auf die Fahrbahn rankten. Ich liebe solche Strecken total, weil nach jeder Kurve die Landschaft auch anders aussieht und ein bisschen Adrenalin und Nervenkitzel mit in die Fahrt kommt. Unsere beiden Freunde waren davon nicht so begeistert, weil sie schlechte Erfahrungen in ihrem Türkeiurlaub gemacht haben – es war wohl eine Busfahrt des Grauens direkt an den Klippen entlang. Die Aussicht während der aufregenden Fahrt war aber trotzdem total schön. Am Lake Isabella angekommen warfen wir unsere Zelte auf und brutzelten leckere Burger auf dem Grill.


zu heiß um im Zelt zu schlafen!


 Direkt neben unserem Zelt lief ein kleiner Gecko die Treppen in Richtung Toilettenhäuschen hoch. Total süß der Kleine! Da es so warm war und auch nachts nicht wirklich abkühlte schliefen wir auf den Schlafsäcken und ließen die Zeltseiten offen, damit vielleicht ein Lüftchen wehte.